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HU und AU in Dresden: Fristen, Kosten und was wirklich geprüft wird

7 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: August 2026

Die Hauptuntersuchung ist in § 29 StVZO vorgeschrieben. Neuwagen müssen erstmals nach drei Jahren vorgeführt werden, danach alle zwei Jahre. In Sachsen liegen die Kosten für HU samt Abgasuntersuchung meist zwischen 110 und 140 Euro, abhängig von Prüforganisation und Fahrzeugklasse.

Wann muss mein Auto zur HU?

Der Rhythmus ist einfach: Ein fabrikneuer Pkw muss nach 36 Monaten zum ersten Mal vorgeführt werden. Danach steht die Untersuchung alle 24 Monate an.

Wann genau, verrät die Plakette auf dem hinteren Kennzeichen. Die große Zahl in der Mitte nennt das Jahr, die Zahl auf zwölf Uhr den Monat. Steht die 6 oben, ist im Juni Schluss.

Für Wohnmobile, Anhänger und gewerblich genutzte Fahrzeuge gelten teils abweichende Fristen. Im Zweifel hilft ein Blick in die Zulassungsbescheinigung Teil I.
Heck eines Fahrzeugs mit Dresdner Kennzeichen und Prüfplakette
Die Plakette am hinteren Kennzeichen sagt, wann der Termin fällig ist.

Was bei der Hauptuntersuchung geprüft wird

Der Prüfer schaut auf alles, was die Verkehrssicherheit betrifft. Fahrkomfort und Optik spielen keine Rolle, ein zerkratzter Kotflügel führt nicht zur Verweigerung. Geprüft werden vor allem:

  • Bremsanlage auf dem Rollenprüfstand, inklusive Bremswirkung und Gleichlauf
  • Lenkung, Achsen, Federung und Stoßdämpfer auf Spiel und Verschleiß
  • Beleuchtung vollständig, Einstellung der Scheinwerfer
  • Reifen: Profiltiefe, Zustand, zulässige Größe laut Papieren
  • Karosserie und tragende Teile auf Rost und Beschädigung
  • Abgaswerte im Rahmen der AU, Auslesen des Fehlerspeichers
  • Sicherheitsgurte, Warndreieck, Verbandkasten, Warnweste

Was kosten HU und AU in Dresden?

Für Sachsen werden im Schnitt rund 127 Euro genannt, die Spanne liegt bei etwa 110 bis 140 Euro. Der Preis hängt davon ab, welche Prüforganisation abnimmt und um welche Fahrzeugklasse es geht.

PositionÜbliche Spanne
Hauptuntersuchung Pkwca. 90 – 110 €
Abgasuntersuchungca. 25 – 40 €
HU + AU zusammen (Sachsen)ca. 110 – 140 €
Nachuntersuchung nach Mängelnmeist ca. ⅓ des HU-Preises

Diese Werte stammen aus Vergleichsportalen und dienen der Orientierung. Die Prüfgebühr selbst legt die Prüforganisation fest, nicht die Werkstatt.

HU überzogen: ab wann wird es teuer?

Ein Bußgeld gibt es nicht sofort. Bis zwei Monate Überziehung passiert in der Regel nichts. Danach greift diese Staffel:

Überzogen umFolge
2 bis 4 Monate15 €
4 bis 8 Monate25 €
mehr als 8 Monate60 € und 1 Punkt in Flensburg

Dazu kommt ein praktischer Nachteil: Wer die HU um mehr als zwei Monate überzieht, bekommt eine erweiterte Untersuchung mit entsprechend höherer Gebühr. Und im Schadensfall kann eine abgelaufene Plakette Ärger mit der Versicherung bedeuten.

HU und Mängelbehebung aus einer Hand

Der Unterschied liegt nicht in der Prüfung selbst, die läuft überall nach denselben Vorgaben. Er liegt in dem, was vorher passiert: Wir schauen uns das Auto an, bevor es vorgeführt wird. Ist ein Blinker blind, die Bremsflüssigkeit über der Zeit oder ein Manschettenriss zu sehen, ist das vorher in Minuten erledigt statt hinterher in einer Nachprüfung.

Damit ersparen Sie sich den häufigsten Ärger – die Nachuntersuchung. Wer mit einem erheblichen Mangel durchfällt, hat einen Monat Zeit zum Nachbessern und zahlt eine zweite Gebühr.

Was Sie zum Termin mitbringen müssen

Viel ist es nicht, aber ohne die Papiere geht es nicht:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I, früher Fahrzeugschein
  • Bei Änderungen am Fahrzeug: alle Teilegutachten und ABE, etwa für Räder oder Fahrwerk
  • Den letzten HU-Bericht, falls vorhanden – er hilft bei der Einordnung früherer Hinweise
  • Bei Gasanlagen zusätzlich die Gasanlagenprüfung

Räumen Sie den Kofferraum so weit frei, dass der Prüfer an den Unterboden und die Reserveradmulde kommt. Und lassen Sie den Radschlüssel im Auto, falls ein Rad abgenommen werden muss.

Durchgefallen: was jetzt?

Der Prüfbericht unterscheidet zwischen geringen Mängeln, erheblichen Mängeln und Verkehrsunsicherheit. Bei geringen Mängeln bekommen Sie die Plakette trotzdem, sollten die Punkte aber beheben.

Bei erheblichen Mängeln gibt es keine Plakette. Sie haben dann einen Monat Zeit, die Mängel zu beseitigen und das Fahrzeug erneut vorzuführen. Wird diese Frist überschritten, ist eine komplette neue Hauptuntersuchung fällig statt der günstigeren Nachprüfung.

Deshalb der Vorab-Check: Wir schauen uns das Auto an, bevor es zur Prüfung geht. Was auffällt, reparieren wir vorher. So sparen Sie sich die zweite Gebühr und die zweite Anfahrt.

Die häufigsten Mängel und wie Sie ihnen zuvorkommen

Ein großer Teil der Beanstandungen betrifft Kleinigkeiten, die sich vorher in Minuten prüfen lassen:

  • Beleuchtung. Der Klassiker. Einmal um das Auto gehen und alle Lampen durchschalten lassen.
  • Reifen. Gesetzlich sind 1,6 Millimeter Profil Minimum. Prüfen Sie auch das Alter und ungleichmäßigen Abrieb.
  • Bremsen. Quietschen oder ein langer Pedalweg gehören vorher geklärt, nicht auf dem Prüfstand.
  • Ölverlust. Feuchte Stellen am Motor oder Getriebe führen zu Beanstandungen.
  • Scheibenwischer und Waschanlage. Schlierende Blätter oder eine leere Waschflüssigkeit reichen für einen Mangel.

Zieht das Auto beim Bremsen zur Seite, lohnt vorher ein Blick aufs Fahrwerk. Dazu passt unser Beitrag Auto zieht zur Seite.

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