Leasinggesellschaften bewerten Rückläufer nach festen Katalogen. Kratzer, Diagnosefehler und Reifen mit zu wenig Profil werden zu Nachbelastungen. Wir sehen uns das Fahrzeug vor der Rückgabe an und beheben, was auffallen würde. Das ist fast immer günstiger als die Rechnung der Leasinggesellschaft.
Warum die Rechnung am Ende so hoch ausfällt
Bei der Rückgabe schaut ein Prüfer das Fahrzeug an, meist ein Sachverständiger im Auftrag der Leasinggesellschaft. Er arbeitet nach einem Bewertungskatalog, der zwischen normalem Gebrauch und Schaden unterscheidet. Was in diesem Katalog als Schaden gilt, wird kalkuliert und Ihnen in Rechnung gestellt, und zwar zu Stundensätzen der Vertragswerkstatt.
Genau das ist der Punkt. Ein Kratzer in der Tür, den eine freie Werkstatt für einen Bruchteil beseitigt, steht in der Rückgabekalkulation mit dem vollen Lackieransatz eines Bauteils. Wer vorher handelt, zahlt die kleinere Rechnung.
Was regelmäßig beanstandet wird
- Lackschäden: Kratzer, die mit dem Fingernagel spürbar sind, gelten als Schaden
- Dellen: ab etwa Zwei-Euro-Größe, besonders auf Sicken und Kanten
- Reifen: unter 3 mm Profil, unterschiedliche Fabrikate auf einer Achse, falsche Freigabe
- Felgen: Bordsteinschäden, hier wird gern der Ersatz kalkuliert
- Scheiben: Steinschläge im Sichtfeld, auch reparierte
- Innenraum: Brandlöcher, Risse, Flecken, Tierhaare, Geruch
- Fehlerspeicher: aktive Meldungen im Steuergerät, auch wenn nichts leuchtet
- Wartung: fehlende Serviceeinträge im Scheckheft

Der Fehlerspeicher wird unterschätzt
Viele denken bei der Rückgabe an Blech und Lack und vergessen die Elektronik. Ein hinterlegter Fehler im Steuergerät steht im Rückgabeprotokoll, auch wenn im Cockpit nichts leuchtet. Ein abgesteckter Sensor aus einer früheren Reparatur, ein sporadischer Fehler am Partikelfilter, ein Airbagfehler nach einem Sitztausch: All das kostet bei der Rückgabe.
Wir lesen das Fahrzeug aus, bevor Sie es abgeben, und sagen Ihnen, was drinsteht. Manches ist in zehn Minuten erledigt, anderes muss man abwägen. Beides ist besser, als es vom Prüfer zu erfahren.
Wann Sie zu uns kommen sollten
-
01
Vier bis sechs Wochen vorher
Genug Zeit für Teile, Lackierung und Trocknung. Wer drei Tage vorher kommt, kann nur noch Kleinigkeiten machen.
-
02
Durchsicht
Wir gehen außen, innen und den Fehlerspeicher durch und listen auf, was beanstandet würde.
-
03
Sie entscheiden
Zu jedem Punkt sagen wir, was die Behebung kostet und was die Leasinggesellschaft ungefähr ansetzen würde. Sie wählen aus.
-
04
Instandsetzung
Smart-Repair für Kratzer und Dellen, Reifen, Scheiben, Fehlerspeicher, Aufbereitung zum Schluss.
-
05
Übergabe
Sie geben ein Fahrzeug ab, bei dem der Prüfer wenig zu schreiben hat.
Rückgabe oder Kauf?
Manchmal lohnt es sich, das Fahrzeug am Ende zu übernehmen, statt es zurückzugeben. Das ist eine Rechenaufgabe: Restwert im Vertrag gegen Marktwert, plus die Nachbelastung, die bei einer Rückgabe fällig wäre. Liegt der vertragliche Restwert unter dem Marktwert und stehen Beanstandungen im Raum, ist der Kauf oft die günstigere Entscheidung.
Wir bewerten das Fahrzeug technisch und sagen Ihnen, was in den nächsten zwei Jahren fällig wird. Die Zahlen aus dem Vertrag halten Sie daneben.
Häufige Fragen
Wie früh soll ich vor der Rückgabe kommen?
Vier bis sechs Wochen vorher. Dann ist Zeit für Teile und für Lackierarbeiten, bei denen Trocknungszeiten dazwischenliegen. Später geht auch, dann bleiben aber nur noch Kleinigkeiten.
Lohnt sich das überhaupt, oder zahle ich doppelt?
In den meisten Fällen lohnt es sich, weil die Leasinggesellschaft mit Vertragswerkstattsätzen und vollen Bauteilen kalkuliert, während sich viele Schäden punktuell beheben lassen. Wir sagen Ihnen zu jedem Punkt, was er bei uns kostet, dann entscheiden Sie.
Was ist mit Schäden, die ich der Versicherung gemeldet habe?
Reparierte Vorschäden sind kein Problem, solange fachgerecht gearbeitet wurde. Kritisch wird es bei Schäden, die nur notdürftig behoben wurden, denn die fallen im Protokoll auf und werden neu kalkuliert.
Macht ihr auch die Aufbereitung dazu?
Ja, im Haus. Ein sauberes Fahrzeug wird nachweislich milder bewertet als ein verdrecktes, weil Kleinigkeiten schlicht weniger auffallen. Mehr dazu auf der Seite Aufbereitung.
Bringen Sie das Fahrzeug vier bis sechs Wochen vorher vorbei. Wir sagen Ihnen, was beanstandet würde und was die Behebung kostet. Rufen Sie an unter 0155 651 997 41 oder nutzen Sie das Rückruf-Formular.

